StartseiteSucheSitemapKontakt
 

Umweltorientiertes Flottenmanagement

Smart mit Mülltonne am Kofferraum

Foto: Stadt Bonn/J. Klippel

Dreißig Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Verkehr. Damit sind Pkw, Lkw und Busse die größten Energieschlucker - und stoßen noch dazu besonders viele Abgase aus, vor allem das Treibhausgas Kohlendioxid, das maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich ist. Möglichkeiten zur Verbrauchsminderung sind zwar vorhanden, werden aber bisher kaum genutzt.

Der Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen kann um bis zu dreißig Prozent gesenkt werden. Der richtige Reifendruck spart zum Beispiel zwei Prozent Sprit. Ein Routenplaner, der die kürzeste Strecke auswählt, schont nicht nur Nerven, sondern an der Tankstelle auch den Geldbeutel. Die Auswahl von Leichtlaufölen und rollwiderstandsarmen Reifen hat ebenfalls einen Einfluss darauf, wie viel Kraftstoff ein Fahrzeug schluckt. Große Einsparpotenziale beim Treibstoffverbrauch hängen jedoch nicht allein von der Technik ab, sondern auch vom Fahrer. Durch entsprechendes Fahrertraining kann der Verbrauch eines Pkw um bis zu einem Viertel gesenkt werden, bei LKW sind es immerhin bis zu 15 Prozent.

Da der überwiegende Teil des Güterverkehrs und immerhin 11 Prozent aller Autos in Deutschland zu einem Firmenfuhrpark gehören, dürften diese Zahlen angesichts der derzeit hohen Spritkosten gerade für Firmen ein Anreiz sein, sich zu informieren und aktiv zu werden. Oft sind es einfache Maßnahmen mit denen der Kraftstoffverbrauch reduziert, Kosten gesenkt und die Umwelt entlastet werden kann. Einige Instrumente zur Emissionsreduzierung im Fuhrpark hat der VCD hier zusammengestellt.

Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) und in Kooperation mit regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK) hatte der VCD das Projekt "Umweltorientiertes Flottenmanagement" initiiert. Ziel war es, die Vereinbarkeit von Kostenersparnis, Umweltschutz- und Sicherheitsanforderungen durch Maßnahmen des umweltorientierten Flottenmanagements vorzustellen, anhand von Praxisergebnissen deren Wirksamkeit zu belegen und für deren Umsetzung zu werben. In speziellen Seminaren wurde Unternehmen gezeigt, wie ihr Fuhrpark mit weniger Sprit auskommt. Das Ergebnis macht sich doppelt bezahlt: Die Senkung der Spritkosten für Unternehmen bedeutet gleichzeitig weniger Umwelt- und Klimabelastung. Eine klassische Win-Win-Situation.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Seite weiterempfehlenSeite drucken