Ungebremstes Flugverkehrswachstum bedroht Weltklima
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Beim Verbrennen von Kerosin entstehen klimaschädliche Abgase. Sie bestehen überwiegend aus Wasserdampf, Kohlendioxid und Stickoxiden. Die Auswirkungen dieser Stoffe sind in luftiger Höhe rund dreimal größer als am Boden und vergrößern so den Treibhauseffekt entsprechend. Die von Flugzeugen erzeugten Kondensstreifen und Schleierwolken verstärken das Aufheizen unserer Atmosphäre zusätzlich, weil sie die Rückstrahlung der Wärme vom Erdboden in den Weltraum vermindern.
Derzeit trägt der internationale Luftverkehr mindestens 4 Prozent zur globalen Erwärmung bei. Aktuelle Untersuchungen kommen zu dem erschreckenden Ergebnis, dass die Klimaschädigung durch den Flugverkehr bei bis zu 12 Prozent liegen kann.
Der VCD fordert daher:
- Einbeziehung des Flugverkehrs in den europäischen CO2-Emissionshandel, und zwar unter Rahmenbedingungen, die langfristig zu tatsächlichen Emissionsminderungen führen
- Europaweite Besteuerung von Kerosin. Falls sich diese nicht durchsetzen lässt, müssen möglichst viele europäische Vorreiterstaaten gemeinsam eine Kerosinsteuer für Inlandsflüge sowie die Flüge zwischen diesen Staaten einführen
- Einheitliche Differenzierung von Start- und Landeentgelten nach Schadstoffen und Lärm
- Aufhebung der Umsatzsteuer-Befreiung im grenzüberschreitenden europäischen Flugverkehr
- Beendigung direkter oder indirekter Subventionierung von Flughäfen und Fluggesellschaften.
Downloads
- Resolution der VCD-Bundesdelegiertenversammlung zum Beitrag des Flugverkehrs zum Klimaschutz, 11/2007 (pdf, 40 kB)



